Kuckucksuhr

Die Kuckucksuhr, so wie sie sein soll und immer schon war, entstand Mitte des 19. Jahrhunderts. Das typische Gehäuse entwarf ein Karlsruher Architekturprofessor, indem er das Bahnhäusle der Badischen Bahn zum Vorbild nahm. Die Holzmechanik der Kuckucksuhr aber hatte schon mehr als 100 Jahre zuvor ein um 1676 geborener Franz Ketterer aus Furtwangen entwickelt. Von ihm stammt wohl auch der findige Mechanismus, der den Kuckuck zum Rufen bringt. Die Luft dazu bezieht der Vogel von zwei Blasebälgen, die sich, vom Schlagwerk angehoben, mit Luft füllen. Wenn die Blasebälge, vom eigenen Gewicht gezogen, wieder zusammenfallen, lässt die ausströmende Luft aus zwei Pfeifen je ein Kuck ertönen.

Quelle: BH 11/07